Dorfschreiber

ich steck der welt

ich koche frikassee ole,
ich koche kilo huhn,
ich hocke auf'm canape.
und warte bis ich duhn
die weite seh',
die hinterm auge links beginnt,
sich lässig übers großhirn spinnt,
die mich in everswinkel ganz sein lässt,
und mir vom ganzen einen rest
vergibt, und ihn mit pep auftankt,
an dem sich meine reimwut rankt,
und wenn ich dann mal hier und dort
die gene strecke, und mich fort
von allem, was der dichter will,
in eine ecke drücke, still,
und meine decke mich umschmiegt,
weiß ich, dass jemand drunter liegt,
vergebe mir, was immer auch,
mich drückt und wühlt im unterbauch,
die faulheit, feigheit, die manie,
das lästige geknick im knie,
vergebe allen alles und
schieb mir n praliné in' mund,
s'ist sonntag, sage ich mir dann,
und steck der welt, was sie mich kann.
 

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