Dorfschreiber

Everswinkel um elf


Der Dorfschreiber trägt eine Krone
und hält die Erderwärmung flach,
der Bürgermeister kriegt sein Fett nicht ohne
die Roten und mit denen hat er Krach.

In manchen Fällen frisst die Motte
Pastors Talar, das hebt die Stimmung ganz enorm,
in Müssingen gräbt eine Wildschweinrotte
nach einer unbekannten Lebensform.

Im Spiegel bricht sich nutzlos ein Gedanke,
er hätt' in Alverskerken keine Chance,
jemand in Raestrup brät ein Ei und eine Schlanke
auf einem Bein hält die Balance.

Ein Samstagmorgen ist um elfuhrdrei
nicht klüger als am Tag zuvor,
der Dorfschreiber hat heute frei,
und tanzt den Tango vor dem Tor.

Er hat Kaffee intravenös
sich eingeflößt, und Nikotin verbraucht,
er gönnt sich später generös
ein Schläfchen, ganz frisch ausgehaucht. 

So könnte alles gut ausgehen,
und alles könnte kollabieren,
es wäre gar nichts abzusehen,
man müsste es probieren.

Schlußaus, schlußein, schlußendlich dann,
der Dorfschreiber eröffnet seine letzten Runden, 
beliefert Everswinkel frei Haus an,
und schenkt ihm seine letzten Stunden.
 

Top